
Wasserpflege - Info
1. PH - Wert - Regulierung Der ideale pH-Wert für eine erfolgreiche Wasserpflege liegt zwischen 7,0 und 7,4. Dieser Bereich wird dem Wohlbefinden der Badenden, der Lebensdauer von Schwimmbadmaterialien und der optimalen Wirkung der Wasserpflegemittel gleichermaßen gerecht. Will man unerwünschte Auswirkungen vermeiden, sollte der pH-Wert mindestens alle 8 Tage geprüft und auf 7,0 bis 7,4 eingestellt werden. Je höher der pH-Wert des Wassers, das heißt, je alkalischer das Wasser, desto weniger vertraglich ist es für die Haut und speziell für die Augenbindehaut und umso geringer wird die Wirksamkeit des für die Desinfektion des Wassers erforderlichen Chlors. Je niedriger andererseits der pH-Wert, desto aggressiver wird die Wirkung des Wassers auf Beckenwerkstoffe, besonders auf Metallteile. 2. Desinfektion Im Schwimmbadwasser herrschen günstige Lebensbedingungen für verschiedene Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Algen). Nur ein geringer Teil der Bakterien und Pilze ist krankheitserregend und bildet ein Infektionsrisiko für die Badenden, aber auch sie können durch rasche Vermehrung zu schleimigen Belägen und zu Trübungen des Wassers führen. Daher ist es notwendig, das Wasser durch eine wirksame Desinfektion in hygienisch einwandfreiem Zustand zu halten. 3. Algenverhütung Algen sind pflanzliche Mikroorganismen, die unerwünschte organische Stoffe produzieren, die wiederum ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze sind. Grund genug, Algenwachstum zu verhindern. Gängige Desinfektionsmittel allein reichen dazu in der Regel nicht aus. Algen können zudem gegen Chlor resistent werden, weil Chlor die Schleimhülle bei größeren Algenkolonien nicht durchdringen kann. Vorbeugen ist besser als heilen. Eine rechtzeitige Behandlung mit „Desalgine“ stört Stoffwechselvorgänge der Alge. Sie stirbt bzw. das Wachstum wird gehemmt. 4. Flockung Ein Sandfilter kann feinst verteilte, so genannte kolloidale Verunreinigungen nicht zurückhalten, was zu einer milchigen Trübung des Wassers führen kann. Mit Hilfe der Flockung kann man diese Schwebepartikelchen filtrierbar machen. Die sich vor dem Filter bildenden Flocken hüllen feinst verteilte Schmutzteilchen ein. Diese Flocken sind dann groß genug, dass sie im Sandfilter zurückgehalten werden können. Mit dem nächsten Rückspülen sind diese Schmutzstoffe dann verschwunden. Zusätzlich unterstützt eine gute Flockung die Kapazität des eingesetzten Desinfektionsmittels. Die Wasserqualität wird allgemein verbessert. Resultat: kristallklares Wasser. 5. Physikalische Aufbereitung Bei einer guten Durchströmung des Beckens werden die meisten größeren Schmutzpartikel vom Filter zurückgehalten. Generell empfehlen wir, die Filterpumpe so lange in Betrieb zu lassen, dass das gesamte Wasservolumen mindestens 2-3 mal pro Tag umgewälzt wird. In der Regel entspricht dies einer Filterlaufzeit von 6-8 Stunden pro Tag. Verwenden Sie einen Sandfilter, muss jede Woche rückgespült werden. Dadurch wird Ihr Schwimmbadwasser auch mit Frischwasser erneuert. Was beim Sandfilter automatisch mit dem Rückspülen funktioniert, gilt auch für andere Filterarten. Fremdkörper, die sich trotzdem noch im Wasser befinden, werden entweder mittels eines Keschers manuell beseitigt oder sie werden mittels eines automatischen Bodensaugers abgesaugt 6. Die Filteranlage Die Filteranlage in einen Schwimmbecken oder Whirlpool dient zur Filtration der Schwebeteilchen im Wasser. Sie ist die Voraussetzung für klares Wasser. Grundsätzlich empfehlen wir, den Schwimmbadfilter wenigstens einmal pro Woche rückzuspülen, um den im Filtermedium angesammelten Schmutz zu entfernen. Bei hartem Wasser bilden sich in Sandfiltern trotz regelmäßigen Rückspülens Kalkablagerungen, die in Extremfällen das Filtermedium nahezu verschließen, die Filterwirkung nimmt stark ab. Generell: Filtersand alle 5 Jahre auswechseln lassen! 7. Kalkausfällungen Insbesondere bei hartem Wasser kommt es schnell zu Kalkausfällungen, die nicht nur in Form von weißen Ablagerungen unschön aussehen, sondern darüber hinaus Wasserkreisläufe und auch insbesondere Wasserfilter zusetzen können, womit die ganze Wasseraufbereitung beeinträchtigt wird. Kalkausfällungen sind insbesondere bei hartem Wasser beim Aufheizen des Wassers und bei steigendem pH-Wert zu beobachten. Vorbeugung: stets den idealen pH-Wert-Bereich von 7,0 – 7,4 einhalten Bekämpfung: pH-Wert auf 7,2 senken und Zugabe von Kalkstabilisator 8. Beckenrand Im Laufe der Saison werden verschiedene fettige Verschmutzungen ins Bad, z.B. durch den Wind (Ruß, Staub etc.) sowie durch die Badbenutzer (Sonnenöl, Kosmetika, Schweiß etc.) eingetragen. Diese Verunreinigungen haben die Tendenz, auf der Wasseroberfläche zu treiben und sich an der Beckenwand abzulagern. Am besten nach einer der wöchentlichen Rückspülungen, bei denen der Wasserstand abgesenkt wurde, etwas „Randfix“ auf einen Schwamm geben und damit die Fettränder beseitigen.
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